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mikeurbanplus:dialog:cs_knoten

Dialog Knoten

Menüpunkt: Konfiguration > Netz > Knoten

Die Elemente sind zu finden in der Tabelle msm_Node.

Einleitung

Dialogfeld

Das Dialogfeld verfügt über die Register Geometrie, Abdeckung, Durchflussregulierung, Verluste, Druckknoten, Sickerschacht, Beschreibung. Darüber hinaus ist die Identifizierung – über den Registern stehend – immer gegeben.

Feld Erklärung
ID(MUID) eindeutige ID; Eingabe zwingend erforderlich.
XX-Koordinate des Knotens
YY-Koordinate des Knotens

Zu den Standard-Werkzeugen in den Dialogfeldern finden Sie hier eine Erklärung.

Register „Geometrie“

Feld Erklärung
Knotentyp
(TypeNo)
Mit dem Knoten-Editor können vier verschiedene Knotentypen verwaltet werden.
1 - Schacht (Standardwert)
2 - Becken
3 - Auslauf
4 - Speicherknoten
5 - Sickerschacht
Je nach getroffener Wahl ändert sich die Eingabemöglichkeit in den anderen Dialogen.
Durchmesser
(Diameter)
Durchmesser des Schachtes, nur aktiv bei Knotentyp 1.
Beckengeometrie nur aktiv für den Knotentyp 2 und 5
Geländehöhe
(GroundLevel)
Absolute Höhe des Geländes. Entspricht der Deckelhöhe.
Sohlhöhe
(InvertLevel)
Absolute Höhe der Schachtsohle, aktiv bei Knotentyp 1, 2 und 3.

Register „Abdeckung“

Spezielle Abdeckung (CoverTypeNo)Folgende Abdeckungen sind möglich:
1 - Druckdicht: der Deckel des Schachtes ist druckdicht verschlossen. Dadurch kann an dieser Stelle kein Wasser verloren gehen.
2 - Überlaufend: Wasser, das die Geländeoberkante erreicht, fließt frei ab. Es kommt hier zu keiner Rückführung des Wassers, sobald der Wasserspiegel im Schacht zu sinken beginnt.
Überlaufdruck
(Bufferpressure)
Druck über Geländehöhe der für Überläufe aus dem Schacht notwendig ist, nur aktiv für den Typ „Überlaufend“.
Überlaufkoeffizient
(SpillCoef)
Steuert die Überlaufkapazität, nur aktiv für den Typ „Überlaufend“.

Register „Durchflussregulierung“

Schluckvermögen
(MaxInlet)
Übersteigt der Zufluss aus einem Einzugsgebiet den als Schluckvermögen angegebenen Wert, wird der Überschuss zwischengespeichert und erst bei freier Kapazität eingeleitet.
Q-H Beziehung
(OutletQHID)
Verweis auf eine Wertetabelle mit einer Wasserstands-Abfluss-Beziehung; unterschiedliche Funktion im Schacht und im Auslauf, siehe Technische Details. 3

Register „Verluste“

Register „Druckknoten“

Register „Sickerschacht“

Register „Beschreibung“

Feld Erklärung
Beschreibung (Description) beliebiger Zusatztext
Datenquelle (DataSource) beliebiger Text zur Datenquelle
Element-ID
(Asset)
Optionale ID um z.B auf externe Ausgangsdaten rückschließen zu können; wird nur im Anlagenmodell verwendet.
Status (Element_S) Statusvariable zur Beschreibung der Datenqualität, z.B. Modell, GIS, etc.

Technische Details

Q-H-Beziehung in einem Auslauf

Um das Wasser aus dem Kanalnetzmodell hinausfließen zu lassen, setzt man einen Auslauf. Der Auslauf wird normalerweise als freier Auslauf behandelt, das heißt, die Wassertiefe entspricht der Normalabflusstiefe oder der kritischen Wassertiefe, je nachdem welche kleiner ist.1)

Ist ein Auslaufwasserspiegel als Randbedingung gesetzt, und er liegt höher als bei einem freien Auslauf, so gilt der Auslaufwasserspiegel. Dies führt zu einem Rückstau, oder – bei entsprechend hohem Außenwasserspiegel – fließt sogar Wasser ins Kanalnetz hinein.2) Auch bei einer Kopplung mit einem Fließgewässer in 1D oder in 2D kann Wasser in beide Richtungen fließen.

Ist am Auslauf die Beziehung zwischen Abfluss und Wassertiefe bekannt, beispielsweise an einem Messpegel, so kann man alternativ zur Randbedingung eine Q-H-Beziehung im Auslauf definieren3). Die Q-H-Beziehung ist ebenfalls nur solange in Kraft, als sie höher liegt als der freie Auslauf; man kann also durch eine Q-H-Beziehung nicht die physikalischen Gegebenheiten unterbieten.

Q-H-Beziehung in einem Schacht oder Becken

Eine Q-H-Beziehung an einem Schacht oder Becken bewirkt Infiltration ins Kanalnetz, wenn die Q-Werte positiv sind, und Exfiltration in den umgebenden Boden, wenn die Q-Werte negativ sind. Die H-Werte sind als Wasserspiegel anzugeben, also als absolute Höhen, nicht als Wassertiefen.4)

Virtuelles Becken über dem Standardschacht

Das virtuelle Becken hat eine Fläche, die 1000 Mal so groß ist, wie die Fläche des Schachtes. Bei einem Schachtdurchmesser von 1 m entspricht die Beckenfläche daher ca. 785 m², bzw. einem Beckendurchmesser von ca. 32 m.

Der Flächenunterschied zwischen dem Schacht und dem virtuellen Becken tritt nicht abrupt ein. Vielmehr wird bereits 0,25 m unter Gelände begonnen, zusätzliche Fläche zu aktivieren, gemäß folgender Formel:

AB = AS * e ^ (7 * (HÜ + 0.25))

AB…Fläche des virtuellen Beckens
AS…Fläche des Schachtes
HÜ…Überstauhöhe = Wasserspiegel - Geländehöhe

Die Flächenzunahme erstreckt sich über eine Höhe von 0,25 m unter Gelände (HÜ = -0,25) bis ca. 0,75 m über Gelände.

In der dhiapp.ini kann angepasst werden, ab welcher Höhe die Flächenerweiterung beginnt (RESERVOIRHEIGHT=-0.25) und wie groß des virtuelle Becken werden darf (RESERVOIRWIDTHFACTOR=1000.0) – in der Praxis wird man von einer Anpassung kaum Gebrauch machen.

1) , 2)
MIKE 1D Reference, Abschnitt 5.1.3
3)
MIKE 1D Reference, Abschnitt 5.1.5
4)
MIKE URBAN Collection System, Abschnitt 3.3.3 und Abschnitt 6.1.4
mikeurbanplus/dialog/cs_knoten.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/10 16:55 von katharina