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mikeurban:menue:mouse_haltungen

Editor Haltungen

Menüpunkt: MOUSE > Haltungen
Handbuch: MIKE URBAN Collection System User Guide, section 3.4 Pipes and Canals
Letzte Änderung mit MIKE URBAN Version 2016 SP3.

Die Elemente sind zu finden in der Tabelle msm_Link.

Einleitung

Eine Haltung verbindet zwei Knoten, einen Startknoten (Von) und einen Endknoten (Nach). Diese Verbindung kann durch eine gerade oder eine gebogene Polyline dargestellt werden.

Dialogfeld

Klicken zum Vergrößern

Feld Erklärung erf1)
Elementkennung und Lage im System
Anlagen ID
(AssetName)
Optionale ID um z.B. auf externe Ausgangsdaten rückschließen zu können, wird nur im Anlagenmodell verwendet. 3
Haltungs ID
(MUID)
eindeutige ID; Textfeld, maximal 40 Zeichen. 1
Beschreibung
(Description)
beliebiger Zusatztext 3
Von Knoten
(MUID)
Knoten ID am Haltungsanfang (Startknoten), MUID des Knotens! 1
Nach Knoten
(MUID)
Knoten ID am Haltungsende (Endknoten), MUID des Knotens! 1
Druckleitung
(PMApprNo)
0 - nein
1 - ja (siehe auch Technische Details)
1
Datenquelle
(DataSource)
beliebiger Text zur Datenquelle 3
Datenstatus
(Element_S)
Statusvariable zur Beschreibung der Datenqualität 3
Entw.System
(NetTypeNo)
Zuordnung des Knotens zu einem Entwässerungssystem:
1 - Schmutzwasser
2 - Regenwasser
3 - Mischwasser
3
Leitungsgeometrie
Typ
(TypeNo)
Mit dem Haltungs-Editor können verschiedene Haltungstypen verwaltet werden.
1 - Kreisprofil (Standardwert)
2 - Sonderprofil
3 - Rechteckprofil
4 - O-Profil (dänisches Sonderprofil)
5 - Eiprofil (H/B = 3/2)
6 - Natürliches Gerinne
Je nach getroffener Wahl ändert sich die Eingabemaske, indem bestimmte Eingabefelder aktiviert/deaktiviert werden.
1
Durchmesser
(Diameter)
Durchmesser bei Kreisprofilen, Höhe bei Eiprofilen 2
Breite
(Width)
Breite bei Rechteckprofilen 2
Höhe
(Height)
Höhe bei Rechteckprofilen 2
Sonderprofil
(CrsID)
Wenn TypNo = 2 muss hier ein Sonderprofil ausgewählt werden. Dieses wird im mouse_sonderprofile definiert/bearbeitet. Der Editor selbst lässt sich durch Drücken der Schaltfäche Ändern öffnen. 2
Topographie
(TopographyID)
Im Falle von offenen Gerinnen kann an dieser Stelle die Topographie (Querprofile und deren Stationierung) ausgewählt werden. Dieses wird im Editor Topographie definiert/bearbeitet. Der Editor selbst lässt sich durch Drücken der Schaltfäche Ändern öffnen. 2
Länge
(Length)
Falls im linken Feld die benutzerdefinierte Haltungslänge angegeben ist, wird sie bei der Simulation verwendet. Andernfalls wird die Länge automatisch berechnet. 3
Länge geometrisch
(Lenght_C)
geometrische Länge der Haltung; Berechnung über Befehle > Neu berechnen -
Höhe oben
(UpLevel)
Sohlhöhe beim Haltungsanfang. In dem rechten Feld (nur Leserecht im Editmodus) steht die Sohlhöhe des Startknotens (VON). In dem linken Feld (Lese- und Schreibrecht im Editmodus) kann eine benutzerdefinierte Sohlhöhe beim Haltungsanfang angegeben werden. 3
Höhe unten
(DwLevel)
Sohlhöhe beim Haltungsende. In dem rechten Feld (nur Leserecht im Editmodus) steht die Sohlhöhe des Endknotens (NACH). In dem linken Feld (Lese- und Schreibrecht im Editmodus) kann eine benutzerdefinierte Sohlhöhe beim Haltungsende angegeben werden. Dadurch können Abstürze dargestellt werden. 3
Gefälle [o/o]
(Slope_C)
Anhand der Haltungslänge sowie der Sohlhöhen am Haltungsanfang/-ende wird das Gefälle berechnet. Gefälle der Haltung in Prozent. Berechnung über Befehle > Neu berechnen -
Rauhigkeitsbeiwerte
Material
(MaterialID)
Verweis auf das Material. In der Regel wird die dort definierte Rauhigkeit (Manningwert/absolute Rauhigkeit) für die Berechnung der Reibungsverluste verwendet. 1
Methode
(FricTypeNo)
Methode, nach der die Reibungsverluste berechnet werden:
1 - Manning explizit
2 - Manning implizit
3 - Colebrook-White
4 - Hazen-Williams
1
Benutzerdef.
(FricNo)
Benutzerdefinierte Rauigkeit. Die Werte ersetzen die Rauigkeit, die über das Material definiert ist.
0 - nein
1 - ja
1
Manning
(Manning)
Benutzerdefinierte Rauigkeit der Manning Methode
EQRough
(EQRough)
Benutzerdefinierte Rauigkeit der Colebrook-White Methode
HWCoeff
(HWCoeff)
Benutzerdefinierte Rauigkeit der Hazen-Williams Methode
Sonstiges
SteuerungenÖffnet Editor Lokale Steuerung 3
ErweitertÖffnet Erweiterte Einstellungen 3
Rückstauklappe
(NonReturnValue)
Durch eine Rückstauklappe ist nur noch die Fließrichtung vom Startknoten (VON) zum Endknoten (NACH) möglich.
0 - nein
1 - ja
3
Schaltflächen
Neu fügt einen neuen Datensatz ein; verwenden Sie stattdessen die Werkzeugleiste „Elementbearbeitung“ -
Löschen löscht ausgewählte Datensätze -
Befehle Standardbefehle für Datensätze -
Orientierung umdrehen: dreht das im Editor-Detailbereich aktive Element um -
Orientierung umdrehen - Auswahl: dreht die im Editor-Detailbereich ausgewählten Elemente um -
Neu berechnen: berechnet die Felder Length_C, Uplevel_C, Dwlevel_C und Slope_C neu; berücksichtigt dabei eine allfällige Auswahl -
Schließen schließt den Editor -

Technische Details

FROMNODE und TONODE

Oft wäre es praktisch, bei jeder Haltung den Namen des Knotens am Anfang und am Ende der Leitung als tabellarischen Eintrag vorzufinden, um diese Angaben exportieren zu können.

Die Felder FROMNODE und TONODE sind statische Felder und in einer neu erstellten MIKE URBAN Datenbank nicht vorhanden. Erst im Zuge einer Fehlerprüfung vom Typ „Links“ werden die Felder angelegt bzw. aktualisiert.

Falls anschließend topologische Veränderungen am Netz vorgenommen werden, werden diese Änderungen in den Feldern FROMNODE und TONODE nicht automatisch berücksichtigt. Dazu muss die Fehlerprüfung wiederholt werden.

Hintergrund dieses Verhaltens ist, dass MIKE URBAN sein Netztopologie nicht aus Tabelleneinträgen (z.B. X und Y bei Knoten, VONKNOTEN und NACHKNOTEN bei Kanten) aufbaut. Vielmehr ist die Lage von Knoten und Kanten über das binäre Feld SHAPE festgelegt, und die Netztopologie wird beim Öffnen der Datenbank aus der räumlichen Lage der Elemente zueinander abgeleitet.

Druckleitungen

Pumpen können im Modell abgebildet werden, indem die Verluste in der Druckleitung bereits in der Pumpenkennlinie berücksichtigt sind. Dann kann die Druckleitung im Modell weggelassen werden und die Pumpenfunktion reicht vom Pumpwerk bis zum Entspannungspunkt der Druckleitung.

Einfacher und modelltechnisch besser ist es, die Druckleitung ins Modell aufzunehmen. Dafür müssen alle Haltungen, die zur Druckleitung gehören mit dem Attribut „Druckleitung“ versehen sein. Das Feld „Druckleitung“ muss also bei allen Haltungen vom Pumpwerk bis zum Entspannungspunkt (Endpunkt der Druckleitung) angehakt sein.

Zusätzlich muss für den Entspannungspunkt im Editor Knoten das Attribut „Druckhöhe“ ausgefüllt sein.

Solcherart definierte Druckleitungen stehen vom Beginn der Simulation an unter Druck; zudem werden alle Schächte automatisch als druckdicht berechnet, auch wenn das im Editor Knoten gar nicht zu sehen ist. Dadurch reagieren Druckleitungssysteme, wie auch in Wirklichkeit, sehr direkt auf Druckschwankungen.

Die Pumpenfunktion reicht bei dieser modelltechnischen Umsetzung nur noch vom Knoten, der den Pumpensumpf repräsentiert, bis zu einem Knoten gleich neben dem Pumpwerk, der den Beginn der Druckleitung repräsentiert.

Der Vorteil dieser modelltechnischen Umsetzung ist, dass die Pumpenkennlinie gemäß den Angaben des Pumpenherstellers übernommen werden kann. Die Verluste in der Druckleitung werden automatisch bei der Simulation berücksichtigt.

Offene Punkte

  • Abbildung von Druckleitungssystemen aus Schulungsunterlagen einfügen
1)
1…zwingend erforderlich, 2…bedingt erforderlich, 3…rein optional
mikeurban/menue/mouse_haltungen.txt · Zuletzt geändert: 2019/12/11 16:37 von thomas