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mikeurban:menue:mouse_knoten

Editor Knoten (MOUSE)

Menüpunkt: MOUSE > Knoten
Handbuch: MIKE URBAN Collection System User Guide, section 3.3 Nodes and Structures
Letzte Änderung mit MIKE URBAN Version 2017.

Die Elemente sind zu finden in der Tabelle msm_Node.

Einleitung

Dialogfeld

Das Dialogfeld verfügt über die drei Register Geometrie, Q-H und Verluste und 2D Oberfläche. Der Register 2D Oberfläche wird hier nicht näher erklärt.

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Feld Erklärung erf1)
Elementkennung und Lage im System
Anlagen ID
(AssetName)
Optionale ID um z.B auf externe Ausgangsdaten rückschließen zu können; wird nur im Anlagenmodell verwendet. 3
Knoten ID
(MUID)
eindeutige ID; Textfeld, maximal 40 Zeichen 1
Modell
(SubModelNo)
Ordnet den aktuellen Knoten einem Teilmodell zu. 3
Beschreibung
(Description)
beliebiger Zusatztext 3
Entspannungspunkt
(PMTypeNo)
Durch diese Markierung wird festgelegt, dass der Knoten am Ende einer Druckleitung steht. 2
Druckhöhe
(PMLevel)
Druckhöhe im Entspannungspunkt; wird bei der Berechnung als Druckleitung verwendet. 2
Datenquelle
(DataSource)
beliebiger Text zur Datenquelle. 3
Datenstatus
(ElementS)
Statusvariable zur Beschreibung der Datenqualität 3
Entw.System
(NetTypeNo)
Zuordnung des Knotens zu einem Entwässerungssystem:
1 - Schmutzwasser
2 - Regenwasser
3 - Mischwasser
3
X Koordinate
Rechtswert des Knotens, Wert ist editierbar. 1
Y Koordinate
Hochwert des Knotens, Wert ist editierbar. 1
Verknüpfungen
(Links)
Anzahl der Haltungen, Wehre, Pumpen etc. die an einem Knoten hängen, wird automatisch aktualisiert. -
Schaltflächen
Neu fügt einen neuen Datensatz ein -
Löschen löscht ausgewählte Datensätze -
Befehle Standardbefehle für Datensätze -
Schließen schließt den Editor -

Register "Geometrie"

Feld Erklärung erf2)
Knotentyp
(TypeNo)
Mit dem Knoten-Editor können vier verschiedene Knotentypen verwaltet werden.
1 - Schacht (Standardwert)
2 - Becken
3 - Auslauf
4 - Speicherknoten
5 - Sickerschacht
Je nach getroffener Wahl ändert sich die Eingabemaske.
1
Durchmesser
(Diameter)
Durchmesser des Schachtes, nur aktiv bei Knotentyp 1. 2
Geländehöhe
(GroundLevel)
Absolute Höhe des Geländes. Entspricht der Deckelhöhe. 1
Sohlhöhe
(InvertLevel)
Absolute Höhe der Schachtsohle, aktiv bei Knotentyp 1, 2 und 3. 2
Kritische Höhe
(CriticalLevel)
Benutzerdefinierte Höhe z.B. für die Langzeitseriensimulation, Ergebnisdarstellung etc., aktiv bei Knotentyp 1 und 2. Wird verwendet in der Langzeitseriensimulationund in der MOUSE-Ergebniszusammenfassung 2
Schluckvermögen
(MaxInlet)
Übersteigt der Zufluss aus einem Einzugsgebiet den als Schluckvermögen angegebenen Wert, wird der Überschuss zwischengespeichert und erst bei freier Kapazität eingeleitet. Aktiv bei Knotentyp 1 und 2. 2
Abdeckung Aktiv bei Knotentyp 1 und 2.
Typ
(CoverTypeNo)
Folgende Abdeckungen sind möglich:
1 - Normal: Wasser, das die Geländeoberkante erreicht, wird in einem fiktiven, dem Schacht aufgesetzten Becken gespeichert. Sinkt der Wasserspiegel, dann wird das gespeicherte Wasser wieder dem Schacht zugeführt.
2 - Druckdicht: der Deckel des Schachtes ist druckdicht verschlossen. Dadurch kann an dieser Stelle kein Wasser verloren gehen.
3 - Überlaufend: Wasser, das die Geländeoberkante erreicht, fließt frei ab. Im Gegensatz zur normalen Abdeckung kommt es hier zu keiner Rückführung des Wassers, sobald der Wasserspiegel im Schacht zu sinken beginnt.
1
Überlaufdruck
(Bufferpressure)
Druck über Geländehöhe der für Überläufe aus dem Schacht notwendig ist, nur aktiv für den Typ 3. 2
Überlaufkoeffizient
(SpillCoef)
Steuert die Überlaufkapazität, nur aktiv für den Typ 3. 2
Beckengeometrie nur aktiv für den Knotentyp 2 und 5
Becken ID
(GeometryID)
Für Becken ist an dieser Stelle die Beckengeometrie anzugeben. Diese ist in Tabellenform gespeichert und kann über den Editor Wertetabellen eingegeben/bearbeitet werden. 2

Register "Q-H und Verluste"

Feld Erklärung erf3)
Q-H-Beziehung
Q-H Beziehung
(OutletQHID)
Verweis auf eine Wertetabelle mit einer Wasserstands-Abfluss-Beziehung; unterschiedliche Funktion im Schacht und im Auslauf, siehe Technische Details. 3
Verlust ID
(LossParID)
Verweis auf einen Parametersatz für Auslaufverluste. Wenn die benutzerdefinierten Parameter nicht markiert sind, werden grau hinterlegt die Werte aus dem Parametersatz gezeigt. 2
Auslaufverlust
Benutzerdef.
(LossParNo)
wenn markiert, können die unten stehenden Verlustparameter speziell für den Knoten festgelegt werden; die Werte des Parametersatzes sind dann irrelevant.
Wenn markiert, werden die benutzerdefinierte Were angezeigt.
0 - nein
1 - ja
Methode
(OutletShapeNo)
Methode zur Berechnung der Auslaufverluste 2
Koeffiziententyp
(LossTypeNo)
Koeffiziententyp 2
Koeffizient
(LossCoeff)
Verlustkoeffizient 2
Eff. Fließquerschnitt
(EffAreaNo)
Methode zur Berechnung des effektiven Fließquerschnittes. 2

Technische Details

Q-H-Beziehung in einem Auslauf

Um das Wasser aus dem Kanalnetzmodell hinausfließen zu lassen, setzt man einen Auslauf. Der Auslauf wird normalerweise als freier Auslauf behandelt, das heißt, die Wassertiefe entspricht der Normalabflusstiefe oder der kritischen Wassertiefe, je nachdem welche kleiner ist.4)

Ist ein Auslaufwasserspiegel als Randbedingung gesetzt, und er liegt höher als bei einem freien Auslauf, so gilt der Auslaufwasserspiegel. Dies führt zu einem Rückstau, oder – bei entsprechend hohem Außenwasserspiegel – fließt sogar Wasser ins Kanalnetz hinein.5) Auch bei einer Kopplung mit einem Fließgewässer in 1D oder in 2D kann Wasser in beide Richtungen fließen.

Ist am Auslauf die Beziehung zwischen Abfluss und Wassertiefe bekannt, beispielsweise an einem Messpegel, so kann man alternativ zur Randbedingung eine Q-H-Beziehung im Auslauf definieren6). Die Q-H-Beziehung ist ebenfalls nur solange in Kraft, als sie höher liegt als der freie Auslauf; man kann also durch eine Q-H-Beziehung nicht die physikalischen Gegebenheiten unterbieten.

Q-H-Beziehung in einem Schacht oder Becken

Eine Q-H-Beziehung an einem Schacht oder Becken bewirkt Infiltration ins Kanalnetz, wenn die Q-Werte positiv sind, und Exfiltration in den umgebenden Boden, wenn die Q-Werte negativ sind. Die H-Werte sind als Wasserspiegel anzugeben, also als absolute Höhen, nicht als Wassertiefen.7)

Virtuelles Becken über dem Standardschacht

Das virtuelle Becken hat eine Fläche, die 1000 Mal so groß ist, wie die Fläche des Schachtes. Bei einem Schachtdurchmesser von 1 m entspricht die Beckenfläche daher ca. 785 m², bzw. einem Beckendurchmesser von ca. 32 m.

Der Flächenunterschied zwischen dem Schacht und dem virtuellen Becken tritt nicht abrupt ein. Vielmehr wird bereits 0,25 m unter Gelände begonnen, zusätzliche Fläche zu aktivieren, gemäß folgender Formel:

AB = AS * e ^ (7 * (HÜ + 0.25))

AB…Fläche des virtuellen Beckens
AS…Fläche des Schachtes
HÜ…Überstauhöhe = Wasserspiegel - Geländehöhe

Die Flächenzunahme erstreckt sich über eine Höhe von 0,25 m unter Gelände (HÜ = -0,25) bis ca. 0,75 m über Gelände.

In der dhiapp.ini kann angepasst werden, ab welcher Höhe die Flächenerweiterung beginnt (RESERVOIRHEIGHT=-0.25) und wie groß des virtuelle Becken werden darf (RESERVOIRWIDTHFACTOR=1000.0) – in der Praxis wird man von einer Anpassung kaum Gebrauch machen.

Offene Punkte

  • Erklärung der Funktionalität hinter den Koordinaten
  • Technische Details zur CoverTypeNo und der Modellierung von Überflutungen
  • Verweis auf ein Thema Druckleitungen
  • Nähere Erklärung von Schacht, Becken, Auslauf und Speicherknoten
  • Abbildung und/oder Tabelle zum virtuellen Becken über dem Standardschacht
  • Kann man eine Q-H-Beziehung auch bei einem Sickerschacht setzen? Wie überlagern sich die beiden? Hat sich das schon jemand überlegt?
1) , 2) , 3)
1…zwingend erforderlich, 2…bedingt erforderlich, 3…rein optional
4) , 5)
MIKE 1D Reference, Abschnitt 5.1.3
6)
MIKE 1D Reference, Abschnitt 5.1.5
7)
MIKE URBAN Collection System, Abschnitt 3.3.3 und Abschnitt 6.1.4
mikeurban/menue/mouse_knoten.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/05 10:41 von thomas